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Zerstörung der Winterweizen-Freisetzung auf dem Gelände des IPK Gatersleben
Gatersleben, den 21. April 2008

Am frühen Morgen (4:58 Uhr) des 21.04.2008 wurde das Polizeirevier-Kommissariat Aschersleben über Fremdaktivitäten auf der Winterweizen-Freisetzungsfläche des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Kenntnis gesetzt. Der Alarm wurde von einem Mitarbeiter des Bewachungsunternehmens ausgelöst, das für die Rund-um-die-Uhr-Bewachung der Freisetzungsfläche vom IPK beauftragt worden ist. Der Wachmann meldete sieben Personen, die mit Hacken die Weizenpflanzen aus dem Boden lösten bzw. kurz über dem Boden abhackten. Gegen 5:15 Uhr war die Polizei vor Ort. Auf dem Feld befanden sich sieben Personen, die ausgerüstet mit sechs Hacken die Versuchspflanzen zerstörten. Die gesamte Aktion wurde von einem Team mit vier Personen gefilmt. Nach dem Eintreffen der Polizei wurden die sieben Feldzerstörer festgenommen und die Personendaten der vermutlichen Täter und des Teams erfasst. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter durch das Zerschneiden des Außenzauns gewaltsam Zugang in das eingefriedete Gelände. Nach erster interner Bewertung ist die Freisetzung wissenschaftlich nicht mehr auswertbar.

Freies Bildmaterial

Beschädigte Einfriedung des IPK Gatersleben (IPK Gatersleben/H. Ernst)

Zerstörte Pflanzen im Versuchsfeld (IPK Gatersleben/H. Ernst)

Kontakt

Roland Schnee
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und
Kulturpflanzenforschung (IPK)
Corrensstr. 3
06466 Gatersleben
Tel. 03 94 82 54 27
Email: schnee@ipk-gatersleben.de

Über das IPK Gatersleben

Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist eine außeruniversitäre, mit Bundes- und Ländermitteln geförderte Forschungseinrichtung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von 82 Forschungsinstituten in Deutschland. Das IPK Gatersleben gehört zu den international bedeutsamen Zentren der Pflanzenforschung, in dem Probleme der modernen Biologie vorrangig an Kulturpflanzen bearbeitet werden. Im Zentrum grundlagen- und anwendungsorientierter, interdisziplinärer Forschung steht die Erarbeitung neuer Erkenntnisse und Technologien mit dem Ziel einer umfassenden Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für eine optimierte Stoffproduktion und für eine umweltverträglichere Landwirtschaft. Mit der bundeszentralen ex situ-Genbank verfügt das IPK über eine einzigartige Sammlung pflanzengenetischer Ressourcen aus über 3.000 botanischen Arten von 800 verschiedenen Gattungen. Der Gesamtbestand beträgt gegenwärtig etwa 148.000 Kulturpflanzenmuster. Am IPK sind etwa 480 Mitarbeiter/-innen und Gäste, davon ca. 190 Wissenschaftler/-innen aus 20 Nationen tätig.