Herbarium

Botanische Vergleichsammlungen im IPK

Das [link]Herbarium Gatersleben (GAT) im Bereich Taxonomie und Evolution der Abteilung Genbank des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung verfügt mit etwa 430 000 Belegen über eine repräsentative Kollektion von Kulturpflanzen und verwandten Wildarten der extratropischen Gebiete der Erde. Es gehört zu den größten derartigen Spezialsammlungen auf der Welt und stellt für die Vermehrungsanbauten der Genbank und die vielfältigen Forschungsaufgaben des Instituts ein unentbehrliches Vergleichs- und Arbeitsmaterial dar. Darüber hinaus ist das Herbarium Gatersleben in den nationalen und internationalen Leih- und Tauschverkehr botanischer Sammlungen einbezogen und wird von Fachwissenschaftlern des In- und Auslands genutzt.

 

Die umfangreiche Samen- und Fruchtsammlung (105 000 Proben) sowie die Ährensammlung (55 000 Muster) sind in gleicher Weise aufs Engste mit der Erhaltung und Erforschung pflanzengenetischer Ressourcen in Gatersleben verbunden und stehen darüber hinaus auswärtigen Wissenschaftlern als Referenzsammlungen zur Identifikation von Pflanzen und Pflanzenresten zur Verfügung.

 

In den letzten Jahren wurde bereits damit begonnen, wichtige Teile des Herbariums als Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten deutschen Beitrags zur Global Biodiversity Information Facility ([link]GBIF) elektronisch zu erfassen, um es über das Internet auch online zugänglich zu machen. Diese Arbeiten werden mit dem weitergeführten DFG-Projekt „Erschließung und [link]Digitalisierung des Kultur- und Wildpflanzenherbariums des IPK Gatersleben“ (vgl. IPK Journal 22(2013)1, 12, deutsch) intensiviert. In enger Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Wien werden kontinuierlich weitere digitalisierte Herbarbilder zusammen mit standardisierten nomenklatorischen und Sammlungsdaten über ein internationales Datenbanksystem ([link]JACQ Virtual Herbaria Portal) bereitgestellt. Mit verbesserten DNA-Analysemethoden kann Herbarmaterial zunehmend auch für molekulargenetische Untersuchungen verwendet werden.

 

Kurator:

[link]Dr. Klaus Pistrick