Welcome

Aktuell

Zugang:

Die Nutzung der Anlagen und Einrichtungen des IPK ist im Rahmen von bilateralen Kooperationen nach vorheriger Abstimmung möglich.

 

Anfragen richten Sie bitte direkt an:

 

Pflanzenphänotypisierung

Die Gesamtheit aller ausgeprägten Eigenschaften einer Pflanze bezeichnet man als ihren Phänotyp. Er wird durch das Zusammenspiel zwischen den im Erbgut niedergelegten Informationen und den während der pflanzlichen Entwicklung einwirkenden Umwelteinflüssen bestimmt. Diese Zusammenhänge bestimmen die Struktur, Funktionen, Leistungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Widerstandsfähigkeit einer Pflanze und spielen daher eine entscheidende Rolle für die Nahrungsmittelproduktion sowie die Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft und Bioökonomie.

 

Das IPK nimmt eine führende Rolle bei der Entwicklung, dem Aufbau und der Nutzung von Technologien und Verfahren zur Pflanzenphänotypisierung, d.h. zur Vermessung pflanzlicher Merkmale ein. Durch ihre Anwendung werden Leistungen bedeutender Kulturpflanzen im Verlaufe ihrer Entwicklung unter kontrollierten Bedingungen im Labor, im Gewächshaus sowie unter natürlichen Umweltbedingungen im Freiland präzise und in hohem Durchsatz erfasst. Damit können eigenschaftsbestimmende Erbgutfaktoren in ihrem Wechselspiel mit der Umwelt effizient aufgespürt werden.

 

Es werden überwiegend bildgebende, nicht-invasive Verfahren eingesetzt, um große Zahlen von Pflanzen für vielfältigen Merkmale zu untersuchen. Das IPK besitzt auch die notwendige Bioinformatik-Kompetenz und -Infrastruktur, um die gewonnen Informationen zu speichern, auszuwerten und mit Kenntnissen zur genetischen Ausstattung der untersuchten Pflanzen sowie mit umfangreichen molekularbiologischen und biochemischen Daten zu verknüpfen.

 

Die hochmoderne Pflanzenphänotypisierungsinfrastruktur des IPK ist von überregionaler Bedeutung. Im Rahmen nationaler ([link]DPPN), europäischer ([link]EPPN) und internationaler ([link]IPPN) Netzwerke stellt das IPK sie auch Nutzern aus anderen kooperierenden Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsunternehmen für die Durchführung wissenschaftlicher Projekte, zur Klärung züchtungsrelevanter Fragestellungen und für methodisch-technische Weiterentwicklungen zugänglich gemacht.