< Zwei Veranstaltungen – Ein Thema: Ein Projekt-Workshop zum Thema „Kryostress“ und die GDK-Tagung „Biobanken: Ressource für Wissenschaft, Diagnostik und Therapie“ vom 25. bis 27. November am IPK Gatersleben.
26.11.2015 06:40 Alter: 4 yrs

Dr. Martin Mascher unter den Nominierten für den Leibniz-Nachwuchspreis 2015

Dr. Martin Mascher gehört zu den Nominierten des diesjährigen Leibniz-Nachwuchspreises. Die Leibniz-Gemeinschaft würdigt mit dieser Nominierung eine herausragende, interdisziplinäre Arbeit an der Schnittstelle von Lebens- und Informationswissenschaften.


In seiner Dissertation am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) entwickelte Dr. Martin Mascher am Beispiel der Gerste eine Methode, in der er moderne Sequenzierungstechnologien mit klassischer genetischer Kartierung verknüpft. Dieses Verfahren, POPSEQ genannt, löst ein bis dahin grundlegendes Problem der Genomsequenzierung: Die Komplexität der Genome wichtiger Kulturpflanzen sowie ihr hoher Anteil an repetetiver DNA, so genannter "junk DNA" (nichtcodierende DNA-Abschnitte) erschwerten die Sequenzierung erheblich. Die Arbeit von Martin Mascher setzt hier an und entwickelt innovative Methoden, die es ermöglichen physische und genetische Karten für komplexe Genome zu erstellen. Das Verfahren wurde inzwischen auch auf das Genom des polyploiden Brotweizens angewendet. Die dabei entstandene Karte war ein wichtiger Beitrag zur 2014 in der renommierten Zeitschrift SCIENCE erschienenen Genomskizze des Weizens. Nach dem Diplom-Studium der Mathematik schloss Martin Mascher seine Promotion 2014 an der Universität Bielefeld mit summa cum laude ab. Er leitet seit 2015 die unabhängige Arbeitsgruppe "Domestikationsgenomik" am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Mascher, Martin (2014) "POPSEQ Anchoring and ordering contig assemblies from next generation sequencing data by population sequencing." Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Naturwissenschaften (Dr.rer.nat.), Universität Bielefeld, Technische Fakultät, 10.04.2014. Über den Leibniz-Nachwuchspreis Seit 1997 vergibt die Leibniz-Gemeinschaft den Nachwuchspreis für eine überdurchschnittliche Promotionsleistung. Der Förderpreis wird seit 2007 jährlich in den Kategorien "Geistes- und Sozialwissenschaften" und "Natur- und Technikwissenschaften" vergeben. Damit würdigt die Gemeinschaft herausragende Doktorarbeiten aus den Mitgliedsinstituten. Der Nachwuchspreis ist mit 3000 Euro dotiert. Der Preis wird auf der Jahrestagung im Rahmen des Festaktes verliehen.