Promotionspreis für IPK-Wissenschaftler Zhongtao Jia

29.10.2020

Auszeichnung für jungen IPK-Wissenschaftler aus China: Der 30-jährige Zhongtao Jia ist von der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung für die beste Promotion des Jahres auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ausgezeichnet worden.

Zhongtao Jia

„Seine Arbeit hat wirklich herausgestochen und ist inzwischen auch sehr hochkarätig publiziert worden“, sagt Prof. Dr. Edgar Peiter, Vorsitzender der Gesellschaft, die den mit 1.000 Euro dotierten Preis jedes Jahr vergibt. Der Preisträger aus China, sagte Prof. Dr. Peiter, habe untersucht, wie Pflanzen unter Stickstoffmangel ihre Wurzelarchitektur regulieren. Zhongtao Jia habe in seiner Doktorarbeit nicht nur die entsprechenden Gene entdeckt, sondern auch ihre jeweilige Funktion aufgedeckt.

Der 30-jährige Wissenschaftler ist bereits seit Dezember 2014 am IPK und ist in der Arbeitsgruppe Molekulare Pflanzenernährung tätig. Er stammt aus der Stadt Xinyang in der Provinz Henan. Nach Gatersleben kam er auf Empfehlung eines ehemaligen Studenten, der ebenfalls aus China ans IPK gegangen war. „Mir gefallen hier vor allem die gute Arbeitsatmosphäre, die gute Infrastruktur und die Unterstützung durch das Institut und die Verwaltung.“

Die Verleihung des Preises kommentierte er bescheiden. „Ich kenne ja nicht die genauen Kriterien, die bei der Auswahl wichtig waren.“ Die Ergebnisse waren aber so bedeutend, dass sie bisher unter anderem schon in den Magazinen „Nature Communications“, „Plant Physiology“ und „Journal of Experimental Botany“ veröffentlicht worden sind.

Lob erhält der junge chinesische Wissenschaftler aber nicht nur von der Deutschen Gesellschaft für Pflanzenernährung, sondern auch von Prof. Dr. Nicolaus von Wirén, in dessen Abteilung Physiologie und Zellbiologie er am IPK tätig ist. Zhongtao Jia habe „seine Ansätze deutlich über den aktuellen Wissensstand hinaus vorangetrieben“, erklärt der Abteilungsleiter. „Mit seiner Arbeit, die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit summa cum laude bewertet wurde, hat er auf eindrucksvolle Weise seine Fähigkeit bewiesen, unabhängig zu arbeiten, wissenschaftliche Hypothesen mit verschiedenen Ansätzen zu prüfen und neues und bedeutendes Wissen zu generieren.“

Wie genau es weitergeht, weiß Zhongtao Jia heute zwar noch nicht, irgendwann möchte er jedoch nach China zurückkehren. Sein Traum wäre dort eine Professorenstelle. Doch unabhängig davon, ob es für ihn in China oder Deutschland weitergeht, die Pflanzen liegen ihm am Herzen. „Wir brauchen sie ganz einfach, um auch künftig unsere Ernährung sicherstellen zu können.“