Genetische Integrität

Eine wichtige Herausforderungen für ex situ Genbanken ist die Erhaltung der genetischen Integrität der einzelnen Akzessionen nach Langzeiterhaltung. Kontamination durch den Einflug fremder Pollen oder unsachgemäße Behandlung während des Vermehrungsanbaus können zu einer Verringerung der genetischen Identität des Materials führen. Am IPK konnten hierzu Untersuchungen mittels molekularer Marker erfolgen, da neben der eigentlichen ex situ Sammlung, bestehend aus Saatgut der jüngst zurückliegenden Regeneration, Vergleichsmuster in Referenzsammlungen (Herbarium), stammend vom erstmaligen Erhaltungsanbau am Standort Gatersleben, verfügbar sind. In der Referenzsammlung für Getreide werden Samenproben und intakte Ähren aufbewahrt. Pilotstudien haben ergeben, dass in selbstbefruchtenden Arten (z.B. Weizen, Triticum) DNA Fingerabdrücke beider Reproduktionszyklen in hohem Maße übereinstimmten, während bei Fremdbefruchtern (z.B. Roggen, Secale) eine signifikante Veränderung in Allelhäufigkeiten und -zusammensetzungen auftrat.