Langlebigkeit von Saatgut

Die Mehrheit aller Genbankakzessionen (>90%) weltweit wird in Form von Saatgut aufbewahrt. Aus diesem Grund sind Untersuchungen zur Langlebigkeit von Saatgut von existenzieller Bedeutung für die Konservierung pflanzengenetischer Ressourcen. Am IPK wurden Untersuchungen für eine Reihe von Arten initiiert, die hier seit Jahrzehnten lagern. Dabei wurden Unterschiede (Variation) in der Lagerbarkeit von Arten aber auch innerhalb von Arten gefunden. Unter Verwendung von Protokollen der International Seed Testing Association (ISTA) wird Saatgut künstlich gealtert, um die Genetik der Langlebigkeit zu analysieren. Neben Untersuchungen von bi-parental spaltenden Populationen werden zunehmend auch assoziationsgenetisch basierte Kartierungen durchgeführt. Letztere erlauben auch die Untersuchung von langzeitgelagerten (‘natürlich gealterten’) Saatgutpartien. Zusätzlich zu den genetischen Studien finden auch physiologische und biochemische Analysen statt (Zusammenarbeit mit Royal Botanic Gardens, Kew, UK und dem National Center for Genetic Recources Preservation, Fort Collins, USA).