Projektarbeiten

Konkret betreffen die Arbeiten die folgenden Projekte, wobei wir auch intensiv mit anderen Arbeitsgruppen innerhalb und außerhalb des IPK kooperieren:

  • In Hypericum haben wir eine mit Aposporie co-segregierende genomische Region (HAPPY-Locus) identifiziert und sequenziert (Schallau et al. 2010). Laufende Arbeiten betreffen die Feinkartierung des Locus und die funktionelle Charakterisierung ausgewählter Sequenzen.                               
  • Weitere Arbeiten fokusieren auf die Charakterisierung regulatorischer, an der Kontrolle der gametophytischen Entwicklung beteiligter Netzwerke. Dabei wurde eine neue Klasse von Transkriptionsfaktoren, die RKD-Faktoren, untersucht (Kőszegi et al. 2011). Ihre Gene werden bevorzugt in der Eizelle von Weizen und Arabidopsis exprimiert. Ektopische Expression induziert ein Eizell-ähnliches Transkriptom in sporophytischen Zellen sowie die Entstehung multipler Eizellmarker- exprimierender Zellen in der Ovule. Laufende Arbeiten basieren auf Mutanten aller Gene der Familie sowie auf Synergid-, Eizell-, Zentralzell- und Antipoden-spezifischen Markerlinien.
  • Darüber hinaus arbeiten wir an der funktionellen Charakterisierung pflanzenspezifischer Transkriptionsfaktoren, EFFECTORS OF TRANSCRIPTION (ET). ET-Faktoren regulieren andere Transfaktoren kodierende Gene und sind an der Kontrolle der Zelldifferenzierung beteiligt (Ivanov et al., 2008). Gegenwärtig in Kooperation mit Dr. M. Kuhlmann, IPK, laufende Arbeiten zeigen, dass es sich bei den ET-Faktoren um neue, epigenetische Regulatoren der DNS-Methylierung handelt.
  • Langjährige Arbeiten beschäftigen sich mit der Analyse regulatorischer Prozesse während Embryogenese und Samenreifung (Tiedemann et al., 2008Junker et al. 2010; Mönke et al., 2012). Hier versuchen wir, einen Beitrag zum Verständnis regulatorischer Netzwerke um die zentralen Transkriptionsfaktoren FUS3, ABI3 und LEC1 zu leisten.

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  • In Kooperation mit anderen Gruppen des IPK untersuchen wir das Transkriptom von Mikrosporen bei Gerste. Ziel der Arbeiten ist eine molekulare Analyse der Pollenembryogenese als Ausgangspunkt für die Erzeugung doppelt haploider Pflanzen.
  • Die BURP-Gene sind eine Familie pflanzenspezifischer Gene, die Protein mit einer charakteristischen, hoch konservierten Domäne kodieren. In Kooperation mit Dr. M. Kuhlmann, IPK, laufende Arbeiten zeigen, dass diese Gene bei der Samenentwicklung (Son et al., 2009) sowie bei der Ausprägung der Trocknungstoleranz eine Rolle spielen (Harshavardhan et al.).

Unsere Gruppe wird finanziert durch das IPK Gatersleben, die [link]Deutsche Forschungsgemeinschaft (DfG) und dem [link]Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Wir pflegen umfangreiche Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen des IPK; Wissenschaftlern der [link]Martin-Luther-Universität Halle (MLU), dem [link]NIBB-Institut, Japan; der [link]Universität Zürich, Schweiz; dem [link]CSIRO-Institut, Australien; der [link]Univerität von Padua und dem [link]CNR-Institut, Italien.