Forschungsprojekt

Kartierung und Sequenzierung des Apomeiose Lokus von Hypericum perforatum

Bei Johanniskraut (Hypericum perforatum) kann neben der Entstehung eines Embryos auf sexuellem Weg die apomiktische, d.h. muttergleiche Bildung von Embryonen beobachtet werden. In apomiktischen Linien wird die Befruchtung der Eizelle durch eine generative Zelle des Pollens umgangen und er Embryo aus einer unbefruchteten Eizelle gebildet. Um dabei Embryonen mit dem vollen Chromosomensatz zu erhalten, müssen die Eizellen die Reduktionsteilung (Meiose) vermeiden. Apomixis wird in meist tetraploiden Linien von Hypericum perforatum durch einen dominanten Lokus bewirkt. Mit Hilfe eines molekularen Markers für den Teilprozess der Apomeiose konnte ein BAC Klone identifiziert und sequenziert werden, der einen Teil diese Lokus enthält. Ziel ist es nun den isolierten Teil des Apomeiose Lokus durch Chomosome walking zu erweitern. Zudem isolieren und sequenzieren wir BAC Klone, welche die sexuellen Allele der meist defekten Gene des Apomeiose Lokus enthalten, um zu klären, wie der Apomeiose Lokus entstanden sein könnte. Diese Arbeiten werden in enger Kooperation mit der [link]Arbeitsgruppe Genregulation durchgeführt.