Bioakkumulation

Bei der Bioakkumulation wird Biomasse statt chemischer Verbindungen eingesetzt, um verschiedenste Substanzen aus wässrigen Lösungen zu extrahieren. Dies kann zum einen zur Erschließung rohstoffarmer Lagerstätten genutzt werden, die mit herkömmlichen Methoden nicht wirtschaftlich ausgebeutet werden könnten. Zum anderen kann der Prozess auch zur Dekontamination von Nutzwasser angewendet werden. In verschiedenen Projekten hat die AG HEG zahlreiche Hefestämme konstruiert, die solche Substanzen in die Zellen aufnehmen bzw. mittels spezifischer Bindepeptide auf ihrer Oberfläche sorbieren können. Die Stämme wurden auf ihre Anwendbarkeit für die Akkumulation von Schwermetallen (z. B. Kupfer, Nickel), Edelmetalle (z.B. Gold, Palladium) und Seltene Erden (z. B. Lanthan, Terbium) getestet. In einem aktuellen Projekt wird erforscht, wie spezifische Bindepeptide in einem zellfreien System angewendet werden können, um Arsen und Uran aus kontaminiertem Grundwasser zu entfernen.