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IPK Leibniz-Institut
IPK erhält zwei Zertifikate

Das IPK Leibniz-Institut hat zum sechsten Mal das Zertifikat zum Audit „Beruf und Familie“ und erstmalig das Zertifikat „Beruf und Vielfalt“ verliehen bekommen. Wie das Audit gelaufen ist und welche Maßnahmen geplant sind, erklären Susann Deike und Heike Kwisdorf aus dem „Personalwesen“.

Erneute Auszeichnung für das IPK: Das Kuratorium der Beruf und Familie Service GmbH hat dem Institut nicht nur erneut das Zertifikat zum Audit „Beruf und Familie“ verliehen, sondern erstmals auch das Zertifikat „Beruf und Vielfalt“. Damit werde das Engagement für eine „vereinbarkeitsfördernde Personalpolitik“ gewürdigt, teilte das Kuratorium mit. Das IPK erhielt das Zertifikat „Beruf und Familie“ bereits zum sechsten Mal und gehört zu den insgesamt sieben Einrichtungen, die vom Kuratorium auch mit dem zweiten Zertifikat ausgezeichnet wurden. Die Zertifikate sind drei Jahre lang gültig. Sie gelten als wichtige strategische Marketinginstrumente für die Gewinnung der „besten Köpfe“ in der Region, aber natürlich auch darüber hinaus. 

„Diese Zertifikate erlauben uns sichtbar zu machen, was wir am IPK Leibniz-Institut leben: Chancengerechtigkeit und Förderung von Diversität in einem familienfreundlichen Umfeld“, bekräftigte Nicolaus von Wirén, Geschäftsführender Direktor des IPK. Und Oliver Schmitz, Geschäftsführer der Beruf und Familie Service GmbH, sagte anlässlich des Audits: „Das IPK hat nun seit 16 Jahren die Grundlage für eine Arbeitswelt geschaffen, in der Familienfreundlichkeit und verschiedene Lebensphasen bewusst berücksichtigt werden. Mit der kombinierten Zertifizierung geht das Institut weiter auf diesem Weg und unterstreicht als international führende Forschungseinrichtung, wie wichtig Vielfalt und die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft sind.“

„Durch das doppelte Audit war der Prozess natürlich aufwändiger als in den Vorjahren“, erklärt Heike Kwisdorf aus der Arbeitsgruppe „Personalwesen“, die am Institut für das Audit verantwortlich ist. In einem ersten Schritt wurden nach den Vorgaben des Audits mehrere Fokusgruppengespräche mit Vertreterinnen und Vertretern einzelner Beschäftigungsgruppen zum Thema Vielfalt geführt. Es folgten zwei Workshops, in denen Aspekte wie ethnische Herkunft und Nationalität, Religion und Weltanschauung, Geschlecht und geschlechtliche Identität, Alter sowie physische und geistige Fähigkeiten herausgearbeitet und passende Maßnahmen entwickelt wurden.

Im letzten Schritt wurden die Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie evaluiert und wichtige Punkte zur Optimierung bzw. zur Verstetigung formuliert. „Abschließend haben wir die zuvor vorgeschlagenen Maßnahmen mit der Geschäftsführung des IPK abgestimmt und in einem Handlungsprogramm verbindlich vereinbart“, sagte Heike Kwisdorf.

So zielen die Maßnahmen zum Vielfalts-Aspekt „Alter“ darauf, die Personalplanung auf die Forschungsstrategie des IPK abzustimmen und den Wissenstransfer vor dem Hintergrund der Altersstruktur des IPK sicherzustellen. Zum Vielfaltsaspekt „Alter“ gehören unter anderem die Entwicklung einer Ausbildungsstrategie aber auch die Prüfung der Durchführung von Demographie-Gesprächen. Ebenso sollen am Institut wieder Englischkurse angeboten werden, speziell für das wissenschaftsunterstützende Personal. Damit soll die Verständigung zwischen den rund 30 verschiedenen Nationalitäten verbessert werden.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir aufgrund des außerordentlichen Engagements der an der Auditierung beteiligten Beschäftigten ein so vielfältiges Maßnahmenpaket schnüren konnten“, erklärt Susann Deike, Leiterin der Arbeitsgruppe „Personalwesen“. Verantwortlich für die Umsetzung des Maßnahmenpakets wird eine Steuerungsgruppe sein, die in den nächsten Wochen aus Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgruppe „Personalwesen“, des Personalrates, des Gleichstellungsbüros, des Internationalen Büros, des PhD-Student Boards, des Postdoc-Boards, der Betrieblichen Eingliederungsbeauftragten, der Schwerbehindertenbeauftragten und der Abteilungsleitungen gebildet wird.

Bereits seit 1999 ehrt das Konsortium der Beruf und Familie Service GmbH jährlich Arbeitgeber, die in den vergangenen zwölf Monaten die Auditierung erfolgreich durchlaufen haben. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Die „Beruf und Familie Service GmbH“ geht zurück auf eine 1998 von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung ins Leben gerufene Initiative. Insgesamt wurden im Vorjahr 227 Institutionen, Einrichtungen und Hochschulen ausgezeichnet, davon 57 in der aktuellen Runde.

Offiziell übergeben werden die Zertifikate an alle auditierten Organisationen im Juni 2026 in Berlin. „Wir freuen uns sehr, dass wir beim Thema Vielfalt in der Leibniz Gemeinschaft ganz vorn mit dabei sind und als zweites Institut ein entsprechendes Zertifikat bekommen haben“, sagt Susann Deike. 

Mehr Informationen:

www.berufundfamilie.de