Vor zwei Jahren wurde der Abschluss der Modernisierung der Infrastruktur in Malchow gefeiert. Jetzt steht der nächste Tag der offenen Türen an. Mareike Kavka, Leiterin des IPK-Standortes auf der Insel Poel, erklärt, was die Besucherinnen und Besucher vor Ort erwartet.

Wann findet der Tag der offenen Türen statt?
Am 25. April zwischen 10 und 15 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Wir erwarten über 250 Gäste - darunter auch die Bürgermeisterin der Insel Poel, Gabriele Richter.
Seit Kurzem gibt es aber auch noch einen zweiten, sehr bekannten Lokalpolitiker auf der Insel.
Ja, in der Tat! Ab Mitte Mai übernimmt Florian Lechner das Bürgermeisteramt. Viele kennen ihn als Schiedsrichter aus der Zweiten Fußballbundesliga. Er stammt von der Insel Poel, und natürlich haben wir auch ihn eingeladen und hoffen, dass er kommt.
Was erwartet die Gäste?
Nach der Begrüßung beginnen wir zunächst mit zwei Vorträgen. Nils Stein, Leiter der Abteilung „Genbank“ des IPK, spricht über das Thema „Pflanzengenetische Ressourcen - aus Alt macht Neu“. Weiterhin konnten wir Bettina Eichler-Löbermann von der Universität Rostock als Referentin gewinnen. Sie wird zum Thema Biodiversität auf dem Acker sprechen – Konflikt oder Chance für Ertrag und Ressourcenschutz?
Was steht noch auf dem Programm?
Wir bieten nicht nur drei Führungen durch unsere Genbank in Malchow an, sondern auch mehrere Experimente und Verkostungen. Klaus J. Dehmer, Leiter der Arbeitsgruppe „Teilsammlungen Nord“, lädt zweimal zur Kartoffel-Verkostung ein. Manuela Nagel, die Leiterin der Arbeitsgruppe „Cryo- und Stressbiologie“ am Hauptstandort des Instituts in Sachsen-Anhalt zeigt, wie die Kryokonservierung mit flüssigem Stickstoff bei minus 196 °C funktioniert.
Wer ist noch aus Gatersleben vor Ort?
Neben Nils Stein und Manuela Nagel kommen tatsächlich noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gatersleben. Sie sind mit Infoständen bei unserem Tag der offenen Türen dabei. Bei Ulrike Lohwasser dreht sich alles um Heil- und Gewürzpflanzen. Christian Hertig stellt mit zwei Kolleginnen unter anderem die Genom-Editierung vor und bei Kerstin Neumann können sich alle Interessierten über das große Citizen-Science-Experiment zur Bohnenvielfalt als Bestandteil des EU geförderten Forschungsprojekts INCREASE informieren. Es freut mich, dass uns die Gaterslebener unterstützen.
Und wie stark ist Mecklenburg-Vorpommern vertreten?
Aus Mecklenburg-Vorpommern sind die Universität Rostock, die Hochschule Wismar, das Julius Kühn-Institut (JKI) in Groß Lüsewitz, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) mit Infoständen dabei.
Neben unserem Doktoranden, Nagarjun Devabhakthini, planen auch unsere IPK-Kolleginnen und -Kollegen aus Groß Lüsewitz einen Stand. An diesem Stand geht es rund um das Thema Kartoffel. In Groß Lüsewitz beherbergen wir eine der größten Sammlungen kartoffelbezogener biologischer Vielfalt.
Können sich Leute über eure Arbeit informieren, wenn sie am 25. April verhindert sind?
Für Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Führungen an. Unabhängig davon stehen mit der Webseite des Instituts sowie in Videos, Flyern und Broschüren zahlreiche Informationsmöglichkeiten zur Verfügung. Pünktlich zum Tag der offenen Türen ist auch der aktuelle Flyer für den Standort Malchow fertig geworden und steht zum Download bereit.
Nach der Verabschiedung Deiner Vorgängerin, Evelin Willner, ist es jetzt die erste Veranstaltung dieser Art, die Du federführend organisierst. Wie war das?
Schön und anstrengend. Wir haben bereits Ende des vergangenen Jahres mit der Vorbereitung begonnen und letztlich hat alles gut geklappt. Und natürlich freuen wir uns schon auf den nächsten Tag der offenen Türen - dann im Juni in Gatersleben.
Alle Infos:
https://meetings.ipk-gatersleben.de/offenetuer-malchow/
Zum aktuellen Flyer geht es hier.