News

IPK Leibniz-Institut/ A. Karsten
Manuela Nagel begeistert in Malchow auch die kleinen Besucher für ihre Arbeit.
„Wissenschaft hautnah“ in Malchow

Vor zwei Jahren wurde der Abschluss der Modernisierung der Infrastruktur in Malchow gefeiert. Am 25. April 2026 folgte nun der nächste Tag der offenen Türen. Mareike Kavka, Leiterin des IPK-Standortes auf der Insel Poel, erklärt, wie die Veranstaltung gelaufen ist.

Wie viele Gäste konntet Ihr Ende April begrüßen?

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir fast 300 Gäste bei uns am Standort hatten, darunter neben der Poeler Rapskönigin auch die Bürgermeisterin der Insel Poel, Gabriele Richter. 

Seit Kurzem gibt es aber auch noch einen zweiten, sehr bekannten Lokalpolitiker auf der Insel.

Ja, in der Tat! Ab Mitte Mai übernimmt Florian Lechner das Bürgermeisteramt. Viele kennen ihn als Schiedsrichter aus der Zweiten Fußballbundesliga. Er stammt von der Insel Poel, und wir haben uns natürlich sehr gefreut, dass auch er gekommen ist, um sich einen ersten Eindruck von unserem Standort und unserer Forschung zu machen.

Was hattet Ihr zum Auftakt geplant?

Nach der Begrüßung gab es zwei Vorträge. Nils Stein, Leiter der Abteilung „Genbank“ des IPK, sprach zunächst über das Thema „Pflanzengenetische Ressourcen - aus Alt macht Neu“. Und bei Bettina Eichler-Löbermann von der Universität Rostock ging es danach um das Thema Biodiversität auf dem Acker - Konflikt oder Chance für Ertrag und Ressourcenschutz?   

Was stand noch auf dem Programm?

Wir haben nicht nur drei Führungen durch unsere Genbank in Malchow angeboten, sondern es gab auch viele Experimente und Verkostungen. Klaus J. Dehmer, Leiter der Arbeitsgruppe „Teilsammlungen Nord“, lud die Gäste zweimal zur Kartoffel-Verkostung ein. Und Manuela Nagel, Leiterin der Arbeitsgruppe „Cryo- und Stressbiologie“ am Hauptstandort des Instituts in Sachsen-Anhalt zeigte, wie die Kryokonservierung mit flüssigem Stickstoff bei minus 196 °C funktioniert. 

Wer war noch aus Gatersleben vor Ort?

Neben Nils Stein und Manuela Nagel waren tatsächlich noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Gatersleben mit eigenen Infoständen dabei. Bei Ulrike Lohwasser drehte sich alles um Heil- und Gewürzpflanzen. Christian Hertig stellte mit zwei Kolleginnen die Genom-Editierung vor und bei Kerstin Neumann konnten sich alle Interessierten über das große und erfolgreiche Citizen-Science-Experiment zur Bohnenvielfalt informieren, das Bestandteil des EU geförderten Forschungsprojekts INCREASE ist. Es freut uns jedenfalls alle sehr, dass die Gaterslebener uns so tatkräftig unterstützt haben.

Und wie stark war Mecklenburg-Vorpommern vertreten?

Aus Mecklenburg-Vorpommern waren die Universität Rostock, die Hochschule Wismar, das Julius Kühn-Institut in Groß Lüsewitz, die Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung mit Infoständen dabei. 

Neben unserem Doktoranden, Nagarjun Devabhakthini, hatten auch unsere IPK-Kolleginnen und -Kollegen aus Groß Lüsewitz einen Stand. An diesem Stand gab es alle Infos rund um das Thema Kartoffel. Das lag natürlich auf der Hand, denn schließlich haben wir in Groß Lüsewitz unsere großen Kartoffelsortimente mit mehr als 6.300 Mustern aus 65 Ländern.

Wie war die Resonanz?

Sehr hoch! Das Interesse an unserer Arbeit war tatsächlich so groß, dass wir spontan auch noch zwei Führungen durch unseren Lehrgarten für Futterpflanzen angeboten haben, die gar nicht auf dem Programm standen. 

Wie können sich Leute über eure Arbeit informieren, die am 25. April verhindert waren?

Für Gruppen bieten wir auf Anfrage gerne Führungen an. Unabhängig davon stehen mit der Webseite des Instituts sowie in Videos, Flyern und Broschüren zahlreiche Informationsmöglichkeiten zur Verfügung. Pünktlich zum Tag der offenen Türen ist auch der aktuelle Flyer für den Standort Malchow fertig geworden und steht zum Download bereit. 

Nach der Verabschiedung Deiner Vorgängerin, Evelin Willner, war es jetzt die erste Veranstaltung dieser Art, die Du federführend organisierst. Wie war das?

Schön und anstrengend. Wir haben bereits Ende 2025 mit der Vorbereitung begonnen und letztlich hat alles gut geklappt, der Aufwand hat sich also gelohnt. Und jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Tag der offenen Türen - dann im Juni in Gatersleben.

Mehr Infos:

Zum aktuellen Flyer geht es hier.